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Wo fängt Demenz an?

Vergesslichkeit gehört im zunehmendem Alter zum Alltag – doch was sind mögliche Anzeichen für eine Demenz?

In keinem Fall ersetzt die nachfolgende Liste einen Arztbesuch. Eine häufiger auftretende Vergesslichkeit ist noch kein Grund zur Panik, jedoch aber für einen Besuch bei einem Facharzt. Denn oftmals ähneln die Symptome einer möglichen dementiellen Erkrankung die anderer Krankheiten!

Mit der folgenden Auflistung möchten wir dennoch ein paar grundsätzliche Anhaltspunkte zur Orientierung geben. Eine mögliche Erkrankung liegt vor, wenn Sie feststellen, dass

  • Sie in vertrauter Umgebung zunehmend orientierungsloser werden.
    Beispiele:

    • Im Supermarkt meines Vertrauens finde ich mich nicht mehr zurecht.
    • Der Weg nach Hause wird immer komplizierter.
  • Ihnen einfache Wortfindungen schwerer fallen.
  • Sie zertreuter sind.
  • Vergesslichkeiten bzw. das Vergessen schneller und häufiger eintreten.
    Beispiele:

    • Wo habe ich meine Schlüssel hingelegt?
    • Ich habe vergessen die Suppe zu salzen.
  • fortwährend lust- und antriebslos sind.

Nochmals:
Vergesslichkeit ist kein Grund zur Panik!
Wenn Sie Auffälligkeiten oder andere Veränderungen feststellen, suchen Sie bitte Ihren Arzt auf!

Was tun bei Demenz?

Oft wissen Angehörige nicht, wie sie mit der neuen Situation umgehen sollen. Hilflosigkeit, Trauer und Wut machen sich breit. Doch ist es wichtig, so schwer es auch anfangs umzusetzen scheint, das Thema anzugehen. Sprechen Sie mit den behandelnden Ärzten, nehmen Sie sich Zeit und informieren Sie Ihre Familie und Freunde (auch mithilfe von Informationsmaterialien – z.B. auf spezialisiersten Webseiten wie deutsche-alzheimer.de).

Folgende Tipps können dazu beitragen, dass es für die betroffenen Personen „einfacher“ wird:

  • Unterstützen Sie die dementiell erkrankte Person im Alltag. Dabei gilt insbesondere der Leitsatz „Hilfe zur Selbsthilfe“. Denn nur so kann versucht werden mithilfe von Bewegungen die Person länger selbstständig zu erhalten.
  • Kommunikation ist wichtig! Nach und nach verlieren Menschen mit Demenz oft die Fähigkeit zu kommunizieren. Daher ist es wichtig das Gespräch zu suchen und empathisch zu sein.
  • Wecken Sie Erinnerungen an schöne Erlebnisse! Oft erinnern sich die betroffenen Personen, trotz der Demenz, an Ereignisse, Düfte und Momente aus ihren jungen Jahren. Mithilfe von Musik, Fotos und Düften (Essen, Trinken, Blumen, Parfum usw.) können Sie diese schönen Erinnerungen wieder abrufen und Ihren Lieben positiv beeinflussen.
  • Oft verstehen Demenzerkrankte gewisse Handlungen und Situationen nicht. Das liegt daran, dass ihnen die Erkrankung sowohl seelisch als auch körperlich zusetzt. Daher kann es auch vorkommen das Konfliktsituationen entstehen, die sowohl durch empathisches Handeln als auch durch professionelle Beratung vermieden werden können.
  • Überfordern Sie sich selbst nicht! Holen Sie sich Hilfe. Es bringt nichts, wenn auch Ihr Leben von der Demenz Ihres Familienmitglieds bestimmt wird. Das hilft weder Ihnen, noch Ihren Lieben.

Ganz wichtig: Bleiben Sie am Ball! Unterstützen Sie und lassen Sie sich unterstützen!

 

Was ist die Alzheimer-Krankheit?

Die Alzheimer-Krankheit ist die häufigste dementielle Erkrankung. Sie wurde nach dem Arzt Alois Alzheimer benannt. Mehr als die Hälfte aller Demenzen werden durch diese Krankheit ausgelöst. Durch Störungen der Nervenzellen sind die kognitiven Fähigkeiten der Erkrankten maßgeblich eingeschränkt. Alzheimer gilt noch heute als unheilbare Krankheit.