Herausforderung Demenz

Das nachfolgende Kapitel ist von Relevanz, da die Idee zur Konstruktion des Plaudertisches, auch infolge des körperlichen und geistigen Abbaus u. a. auch von dementiell erkrankten Bewohner/-innen entstand.

Unter dem Sammelbegriff Demenz versteht man eine Folge unterschiedlicher Erkrankungen, die zuerst zu einem Verlust geistiger Fähigkeiten, zunehmend jedoch auch zu körperlichen Einschränkungen führen (vgl. K. Weiher 2017, S. 30). Typisch für dieses Krankheitsbild ist, dass es fortschreitet. Menschen mit demenziellen Veränderungen können alltägliche Aufgaben wie z. B. Koordinieren, Orientieren usw. immer weniger eigenständig durchführen. Auch motorische Fertigkeiten und Leistungen lassen immer mehr nach. Was für viele Menschen selbstverständlich ist und zur Alltagsbewältigung gehört, ist für Menschen mit Demenz kaum mehr umsetzbar. Sie sind mit zunehmendem Fortschreiten der Erkrankung immer mehr auf die Unterstützung durch Dritte angewiesen.

Verschiedene Studien haben aufgezeigt, dass dabei nicht nur medizinische Behandlungen kognitive Leistungen sowie körperliche Fähigkeiten dementieller Menschen fördern, so dass demenziell bedingte Veränderungen abgeschwächt und das allgemeine Wohlbefinden gesteigert werden.

Körperliche Bewegung kann tatsächlich positive Effekte erzielen – wie sie auch im Fall der alten Dame im Alltag beobachtet werden konnte.